26. und 27.03.2010 20 Jahre Bundesverband Schädel-Hirnpatienten in Not e.V., Geburtstagsfeier und Festveranstaltung in Amberg - Ambulant-Physio auf der Gästeliste

Am 26. und 27. März 2010 feierte der Bundesverband Schädel-Hirnpatienten in Not e.V. sein 20jähriges Bestehen. Ziel dieses Verbandes, der vorwiegend in den alten Bundesländer vertreten ist, ist die Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen im Wachkoma (apallisches Durchgangssyndrom) und deren Angehörigen. Größter Erfolg der Selbsthilfevereinigung ist die in Deutschland flächendeckende Rehabilitation in den Phasen A-F für Menschen mit Schädel-Hirnverletzungen. Diese Phasen kennzeichnen die akute Versorgung von der Intensivstation bis hin zur beruflichen Wiedereingliederung oder einer notwendigen neurologischen Langzeitrehabilitation.

Die fachärztliche Vorbereitung dieser besonderen Festveranstaltung wurde von Univ.Prof. Dr. Dr. Franz Gerstenbrand (Leiter des Institutes für ,,Neuro-Reha und Raumfahrt") übernommen. Herr Univ.Prof. Dr. Dr. Franz Gerstenbrand beschrieb 1967 in seiner Habilitationsschrift ,,Das traumatische apallische Syndrom" als erster Mediziner dieses komplexe neurolgische Krankheitsbild. Dieses Werk ist historisch und zählt heute noch zu den wesentlichen Publikationen auf diesem Gebiet. Es war ein außerordentliches Erlebnis, den Prof. Gerstenbrand persönlich in einem Vortrag zu erleben.

Das Fazit dieser Festveranstaltung: ,,Die klinische Versorgung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen ist durch eine flächendeckende Versorgung in der Bundesrebublik Deutschland erreicht. Im Bereich der Langzeitrehabilitationsphase F fehlen jedoch immer noch ausreichende ambulante Angebote in der Versorgung."

Des Weiteren gibt es keinerlei umfassende medizinische Daten sowie Dokumentationen über den Verlauf der ambulanten Betreuung von Patienten mit Schädel-Hirnverletzungen.

Das interdisziplinäre Therapieteam von Ambulant-Physio steht mit seinen Kooperationspartnern nicht mehr am Anfang. Die Dokumentationen über unsere ,,Wachkoma-Patienten" wird gerade unter dem Aspekt der Lebensteilhabe (Partizipation-ICF nach WHO 2005) immer umfangreicher.

Nährere Fragen zur Versorgung und der therapeutischen Betreuung von Menschen im Wachkoma erhalten Sie von Torsten Erler unter Telefon 0355 / 49 35 708.

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